Erklärungen der Workshop-Teilnehmer/-innen

Eine Lehrerin aus Tesanjka mit 30 Jahren Arbeitserfahrung hat folgendes erklärt: "Die Verbindung mit den Kollegen aus anderen Schulen ist sehr wichtig. Die Schule aus Blatnica (andere Entität, Republika Srpska) war uns völlig fern wegen des vergangenen Krieges, doch jetzt haben wir Kontakt aufgenommen. Es wäre nützlich, wenn sich die Kinder ebenso miteinander verbinden würden."

Direktor der Grundschule aus Teslić: "Unser Ziel ist es, die Beziehungen in unserem – durch die Rückkehr des Bošnjaken – multiethnischen Kollektiv aufrechtzuerhalten und zu verbessern und dies auf die grössere Gemeinschaft zu erweitern. Ich hoffe, dass die Workshops für die Kinder und Lehrer zu diesem Ziel beitragen werden".

Eine Lehrerin aus Usora: "Ich nahm an diesem Seminar aus Neugier teil, doch jetzt sieht die Sache anders aus. Ich verwende die Inhalte aus dem Workshop in der Klassenstunde. Die Schüler können kaum erwarten, dass diese Stunde beginnt. Vorher wollten sie vor dieser Schulstunde fliehen und jetzt sind sie begeistert."

"Diese Erfahrungen aus den Workshops haben mich in der Kommunikation mit den Kindern bereichert. Ich habe mein Verhältnis zu den Kindern geändert, ich habe mehr Vertrauen, die Kontakte mit den Kindern sind besser geworden und ich sehe jetzt, was ich falsch gemacht habe", sagte uns eine Lehrerin aus der Schule in Čečava.

Religionslehrer aus der Schule in der Republika Srpska: "Bei der Organisation des feierlichen Schulabschlusses habe ich versucht, das Konzept der gewaltfreien Kommunikation bei vier Schülern anzuwenden, deren Verhalten wegen übermäßigem Alkoholkonsum problematisch ist. Ich habe ihnen Vertrauen geschenkt. Am Ende war das ein feierlicher Abschluss ohne Alkohol. Jede andere Methode würde zum entgegengesetzten Ergebnis führen."

"Positiv ist, dass die Kollegen aus diesen Workshops ihre Erfahrungen an andere Kollegen weitergeben können und dies das bessere Verständnis und den verbesserten Respekt in ihren Beziehungen beeinflusst. Würde das ganze Kollektiv teilnehmen, glaube ich, dass einige Leute sich selbst und ihren Frieden finden würden – so würden sie sich sicher anders benehmen", erklärte die jüngste Teilnehmerin aus Teslić.

Eine Pädagogin aus einer Schule schrieb: „Ich nahm an vielen Seminaren teil und wenn jemand das Wort „Seminar“ erwähnt, stehen mir bereits die Haare zu Berge und ich kriege Gänsehaut, weil ich daran denke, dass mich jemand schulmeistern wird. So war es bis ich von „Sezam“ gehört habe. Hier nehmen wir aktiv teil, lernen voneinander und es ist interessant und nützlich. Zur Erkenntnis kommen wir auf interessante und leichte Weise und wir werden uns lange daran erinnern."

Ein Lehrer aus Matuzići erklärte: "Jetzt reagiere ich weniger heftig, zuerst höre ich die andere Seite an und dann löse ich das Problem mit kühlem Kopf. Ich komme besser mit meinem Ärger und Zorn zurecht."